Die 7. Klasse war vom 22. bis 26. Juli 2013 mit Frau Kohlschütter und Herrn Bauereisen im Schullandheim im Bayerischen Wald.

Montag

Am Montag sind wir mit dem Zug von Heilsbronn nach Passau gefahren. Wir mussten dabei vier Mal umsteigen. Mit den Koffern war das ganz schön anstrengend. Von dort aus fuhren wir mit dem Bus weiter nach Bischofsreut im Bayerischen Wald.

Als wir ankamen, begrüßten uns die Teamer Jonas und Tristan, die uns auch gleich eine Aufgabe stellten. Wir sollten nacheinander durch ein schwingendes Seil durchrennen, ohne es zu berühren. Dies war die Aufgabe, um unsere Pension zu "erobern" und um den Schlüssel zu erhalten. Nachdem es alle geschafft hatten, durften wir in die Pension, wo auf uns schon eine Brotzeit wartete. Nun zeigten uns die Teamer das Haus. Anschließend holten wir unser Gepäck und bezogen die Zimmer.

Dann gingen wir nach draußen. Die Teamer zeigten uns einen lustigen Bananensong und wir lernten uns besser kennen. Wir mussten uns eine Idee einfallen lassen, wie die Teamer unsere Namen möglichst schnell auswendig lernen konnten. Das schafften wir auch.

Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit. Als es dann dunkel wurde, machten wir eine besinnliche Nachtwanderung, in der wir vor allem leise sein sollten. Wir liefen den gesamten Weg ohne Taschenlampe oder Kerze, so dass wir nur das Mondlicht zur Orientierung hatten. Auf einer Wiese verteilten wir uns in großen Abständen und hatten fünf Minuten die Möglichkeit, den Geräuschen der Natur zu lauschen und die Sterne und Wolken zu beobachten. Es war eine besondere Erfahrung.

Daraufhin gingen wir weiter in den Wald hinein, bis zur Tschechischen Grenze. Danach durften wir alle nacheinander alleine einen Abschnitt im Wald laufen. Es war zwar schon etwas unheimlich und schwer so ganz alleine im Dunkeln zu sein, aber es war auch eine tolle Erfahrung. Fast keiner von uns hatte so etwas schon einmal gemacht. Am Ende des Waldes wartete Tristan mit Kerzen auf uns. Als es alle geschafft hatten, setzen wir uns kurz auf den Boden und konnten unsere Eindrücke zu dieser Erfahrung äußern. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Wir waren jetzt alle sehr müde und es wurde Zeit, schlafen zu gehen.

Dienstag

Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück. Für diesen Tag war eine Kletteraktion geplant. Wir liefen auf dem so genannten Panzerweg zum Haus Wiesengrund. Bevor es mit dem Kistenklettern losging, bekamen wir eine Einweisung in das richtige Anlegen der Sicherheitsgurte und wie man den Mitschüler sichert. Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe machte sich auf den Weg in den Wald. Dort mussten wir Teamspiele machen und in der Gruppe zusammenarbeiten. Wir wurden beispielsweise blind von unserem Partner durch den Wald geführt und hatten dabei einige Hindernisse zu überwinden.

Die andere Gruppe begann mit dem Kistenklettern. Es beteiligten sich immer vier Leute an einer Kletterphase. Zwei sicherten den Kletterer, einer warf die Kisten zum Kletterer und einer versuchte so viele Kisten wie möglich aufeinanderzustapeln. Auch das Werfen der Kisten war gar nicht so einfach. Auf dem Bild sieht man Lukas bei der neunten Kiste. Für uns persönlich war es eine coole Sache, aber weil es zum Regnen anfing, war auch sehr schwierig. Trotz allem war Jonny Ernst mit 19 Kisten der beste Klettermaxe der Klasse.

Als der Regen zu stark wurde, rannten in das Haus Wiesengrund und tranken zum Aufwärmen einen warmen Kakao.

Als es aufhörte zu regnen, spielten wir eine Runde Baseball der etwas anderen Art. Danach machten wir wieder mit dem geplanten Ablauf weiter. Nachdem beide Gruppen fertig waren, tauschten sie die Aufgaben, so dass beide Gruppen geklettert waren und die Aktionen im Wald durchgeführt hatten.

Als wir mit dem Programm fertig waren, machten wir uns völlig durchnässt auf den Weg zu unserer Pension. Hungrig freuten wir uns auf das Abendessen. Daraufhin arbeiteten wir an dem Thema Respekt. Wir sollten uns dabei überlegen, was wir uns respektvoll gegenüber Mitmenschen verhalten können. Wir haben dabei einige Situationen im Schulleben und im Alltag beschrieben, wie wir dieses Ziel umsetzen können.

Zum Abschluss des Tages spielten wir das Chaosspiel. Die sechs Gruppen rannten wild im Haus herum und hatten dabei unterschiedliche Aufgaben zu lösen. Beispielsweise mussten sich die Gruppenmitglieder gegenseitig die Zähneputzen (siehe Bild). Weiterhin hatten wir die Mädchen die Aufgabe sich als Jungen zu verkleiden und umgekehrt. Auch ein Gedicht zu dichten und ein Lied zu singen waren als Aufgaben dabei. Um ca. 22.00 Uhr sind wir müde auf unsere Zimmer gegangen.


Mittwoch

Für den Mittwoch war eine Tagestour geplant, bei der wir den ganzen Tag unterwegs waren. Nach dem Frühstücken, durfte sich jeder ein großes Lunchpaket aus Semmeln, Käse, Wurst und Müsliriegeln machen. Für die Tour wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt. Jedes Gruppenmitglied hatte während der Tour eine bestimmte Aufgabe. Es gab es einen Kartenführer, der den Weg mithilfe einer Karte bestimmen musste. Der Kompassführer, konnte den Weg anhand eines Kompasses verfolgen und den Kartenführer unterstützen. Der Motivator hatte die Aufgabe, die wandernde Gruppe bei Laune zu halten und eine Person war für die nötige Sicherheit und Erste Hilfe zuständig. Die Aufgaben wurden uns übergeben und dann liefen wir um 9.30 Uhr los.

Unser Ziel war ein Badesee in der Haidmühle. Auf unserem Weg haben wir auch wieder die tschechische Grenze überquert. Damit der Weg nicht so langweilig war, hatten wir immer wieder Aufgaben zu lösen. Zum Beispiel stellten wir uns in einem Kreis und jeder musste sich auf die Knie des Hintermannes setzen. Das war gar nicht so einfach, wie es sich anhört.

Unterwegs trafen wir eine andere Gruppe, mit der wir den Bananensong machten. Als wir jammernd an den schönen Wasserfällen vorbei gelaufen waren, sind wir nicht mehr nach Karte gelaufen, sondern nach unseren Teamern Tristan und Jonas.

Und dann haben wir endlich unseren Badesee erreicht. Wir konnten Baden, Fußball spielen oder auf der Wiese entspannen.

Das Schwerste an diesen Tag war den Weg mit der Karte zu finden. Um 17.00 Uhr waren wir wieder in unserer Pension. Nach 24 Kilometern, die wir an diesem Tag gelaufen sind, waren wir zwar alle sehr stolz auf uns, waren aber auch mindestens genauso erschöpft.

Danach durften wir entscheiden, was wir in der Freizeit bis 18.00 Uhr machen wollten. Ab 17.30 Uhr durften wir auch zum nahe gelegenen Edeka gehen. Um 18.00 Uhr gab es dann Abendessen. Nach dem Essen, um 19.00 Uhr entschieden wir mit dem Teamern, was wir am schönen Abend noch machen wollen. Wir entschieden uns für das Kartespielen "Werwolf", das wir dann bis 21.30 Uhr spielten. Ein langer, anstrengender jedoch ereignisreicher und schöner Tag ging so zu Ende.


Donnerstag

Nach dem Frühstück haben wir mit den Teamern Tristan und Jonas den Tagesablauf besprochen. Für heute war Klettern an einer Kletterwand geplant.

Danach liefen wir zum Haus Wiesengrund. Als wir angekommen sind, haben wir eine Einführung über das richtige Anlegen der Klettergurte und das sichere Klettern an der Kletterwand erhalten. Auch das Sichern wurde uns nochmals genau erklärt, da wir unsere Mitschüler ja auch sichern mussten.

Die Kletterwand hatte drei Seiten zum Klettern und es gab zwei verschiedene Schwierigkeitsstufen. Die leichtere Seite war gerade, die Schwierigere hatte Wölbungen und weniger Griffe zum Halten. Zunächst kletterten alle die leichte Variante, um sich mit der Kletterwand vertraut zu machen.

Danach hatten wir die Möglichkeit, mit verbundenen Augen zu klettern. Das war natürlich viel schwieriger. Aber viele von uns haben es trotzdem auch ohne etwas zu sehen bis ganz nach oben geschafft. Als große Herausforderung durften wir die schwere Kletterwand ausprobieren. Das haben auch viele von uns sehr gut gemacht. Aber hier hat es nur Jonas, unser Teamer, bis nach oben geschafft.

Danach machten wir eine längere Pause, in der wir getrunken, gegessen und gespielt haben. Wir erhielten dann die nächste Aufgabe des Tages. Dazu gingen wir zu einem Teich, der am Haus Wiesengrund lag. Dort bekamen wir von den Teamern die Anweisung, mit den vorgegebenen Materialien (vier Kanister, fünf Holzbretter und ein paar Seile und Schnüre) ein Floß zu bauen, das zwei oder mehr Personen tragen sollte. Weiterhin sollten wir uns einen Namen uns besondere Eigenschaften unseres Floßes überlegen. Nach einer Stunde mussten die Floße von den Gruppen vorgestellt werden. Danach wurde die Wassertauglichkeit getestet. Dazu wurden die Floße von ihrer Mannschaft zu Wasser gelassen und die mindestens zwei Mannschaftsmitglieder sollten darauf Platz nehmen und ein Stück rudern. Von den vier Teams hat es das Team "Titanic" auf den Floß am längsten ausgehalten und wurden so zum Sieger dieser Aufgabe.

Daraufhin sind wir wieder zur unserer Gaststätte zurückgelaufen. Für unseren Grillabend teilten wir auf, wer welchen Salat herstellen sollte. Eine Gruppe musste den Grill für die Würstchen und Steaks vorbereiten. Wir setzten uns zum Essen im kleinen Garten zusammen.

Nachdem wir nach dem Grillen wieder alles aufgeräumt hatten, setzten wir uns zum Wochenabschluss mit den Teamern zusammen und reflektierten die Woche. Wir machten uns nochmals Gedanken darüber, ob wir gewisse Ziele erreicht haben oder was wir noch besser machen können. Wir hatten in dieser Woche nicht nur viel Spaß und haben viele Dinge ausprobieren können, die wir noch nie gemacht haben, sondern haben auch viel über unser Verhalten gegenüber Mitmenschen nachgedacht. Am Abend spielten wir noch unser Lieblingsspiel "Werwolf".

Freitag

Am letzten Tag wurden wir alle von den Teamern mit lauter Musik aufgeweckt. Nachdem unsere Klasse gefrühstückt hatte, veranstaltete jedes Zimmer eine Putzparty, in der wir mit Musik und Spaß unsere Koffer packten und die Zimmer sauber machten. Nun hieß es so langsam Abschiednehmen. Mit einer tollen Breakdance-Einlage von Tristan und nach dem Bananensong verabschiedeten wir uns voneinander. Eine aufregende und erlebnisreiche Woche ging zu Ende. Am besten fanden wir den Bananensong, die Arbeit im Team und die Nachtwanderung.

Im Namen der Klasse wollen wir uns nochmal ganz herzlich bei Frau Kohlschütter und Herrn Bauereisen bedanken, die mit uns gefahren sind und uns eine schöne Woche ermöglicht haben.