Übliche Zeugnisse geben zwar Informationen über den Leistungsstand eines Schülers, eignen sich jedoch wegen der Reduktion der Leistungsbewertung auf eine Ziffer pro Fach nicht für ein entwicklungsorientiertes Diagnosegespräch. Alternativ hierzu kann nach zuvor erfolgter Absprache mit dem Elternbeirat in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 anstelle des Zwischenzeugnisses ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch geführt werden. Dieses basiert auf einer Kombination von Selbst- und Fremdeinschätzung durch Schüler und Lehrkraft.

Der Schüler bewertet dort als Vorarbeit zum dokumentierten Lernentwicklungsgespräch zunächst soweit es ihm möglich ist seine eigenen Leistungen im Sozial- und Arbeitsverhalten sowie in den Unterrichtsfächern. Die gleichen Kriterien verwendet die Lehrkraft zur Fremdeinschätzung. Beim dokumentierten Lernentwicklungsgespräch mit Eltern und Schülern werden dann beide Einschätzungen nebeneinandergelegt und verglichen. Dies dient zum einen der Verbesserung der Reflexionsfähigkeit bezüglich des eigenen Lernens und Könnens und zum anderen zur Ableitung von gezielten Fördermaßnahmen durch die Lehrkraft und das Elternhaus. Hierzu macht es auch Sinn, dass die Eltern ebenfalls die Fragen zum Arbeitsverhalten ihres Sohnes bzw. ihrer Tochter beantworten. Dies ermöglicht dann eine Beurteilung aus drei verschiedenen Perspektiven.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

An der Grundschule Windsbach wurden dokumentierte Lernentwicklungsgespräche nach einer kleinen Testphase im Schuljahr 2014/15 ab dem Schuljahr 2015/16 für alle sieben Klassen der Jahrgangsstufe 1 bis 3 eingeführt. Die hierfür verwendeten Bögen können Sie in unserem Download-Bereich einsehen.